Rechtsanwalt
(Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht)
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Zeugnis

Ein Arbeitszeugnis ist eine vom Arbeitgeber erstellte Urkunde. Es handelt sich um Tätigkeitsbeschreibungen und Beurteilungen des Arbeitnehmers.

Der Arbeitnehmer hat die Wahl zwischen zwei Arten:


Das einfache Zeugnis beinhaltet lediglich Angaben zur Art und Dauer der Beschäftigung.

Ein qualifiziertes Zeugnis enthält darüber hinaus Beschreibungen des Verhaltens und der Tätigkeit des Arbeitnehmers im Ganzen. Es würdigt die Leistung während des gesamten Arbeitsverhältnisses.

Die Art der Tätigkeit bestimmt, welche Leistungen und Eigenschaften des Arbeitnehmers aufgeführt werden. Beispielsweise sind bei einer Sekretärin Organisationstalent und Schreibgeschwindigkeit zu erwähnen, während die Fahrkünste im Straßenverkehr ohne Bedeutung sind.

Das Zeugnis ist grundsätzlich schriftlich zu erteilen und hat nach außen einen ordentlichen Eindruck zu vermitteln. Es soll ein gewisses Wohlwollen ausdrücken, muss aber den Tatsachen entsprechen.

Der Arbeitnehmer hat jederzeit Anspruch auf Erteilung eines Zeugnisses. Der Anspruch ist einklagbar. Ebenso kann der Arbeitnehmer bei Unrichtigkeit des Zeugnisses entsprechende Korrekturen verlangen und gegebenenfalls auch gerichtlich durchsetzen.

Die Abfassung von Zeugnissen ist eine Kunst, die einer gewissen Übung bedarf. Der Inhalt eines Zeugnisses ist mit dem allgemeinen Sprachgebrauch nur unzureichend zu erfassen. Allgemein positiv verstandene Begriffe können im Zeugnis eine ganz andere (negative) Bedeutung haben.

Diese allgemeinen Ausführungen können eine einzelfallbezogene Rechtsberatung durch einen Rechtsanwalt nicht ersetzen.


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